CDU Niedersachsen Joerg Hillmer

JÖRG HILLMER, MdL

Ihr Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Uelzen / Ilmenau



Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion setzen sich für die Zuckerfabrik Uelzen ein

18.12.2019

Uelzen. Auf Initiative des Uelzener CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer kamen Fraktionskollegen aus den benachbarten Landkreisen zum Gespräch mit Vertretern der Nordzucker in die Zuckerfabrik Uelzen. „Unsere Rübenanbauer und mit ihnen die Nordzucker AG mit der Fabrik in Uelzen befinden sich in einer angespannten Situation. Auch die Landwirte aus den benachbarten Landkreisen liefern ihre Rüben nach Uelzen. Sie und die ganze Umgebung sind von der Entwicklung betroffen“, sagte Hilmer zum Auftakt.
Neben der Zuckerproduktion ist auch der Rübenanbau verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt. „Der Rübenanbau in der EU findet nicht zu gleichen Bedingungen statt“, erklärte Alexander Sick von der Unternehmenskommunikation der Nordzucker AG. Mit sogenannten „gekoppelten Zahlungen“ für Zuckerrüben unterstützen einige EU-Mitgliedstaten ihre Rübenanbauer und sorgen auf diese Weise für einen verzerrten Wettbewerb gegenüber den hiesigen Anbauern. Mit nationalen Alleingängen bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln verstärken sich diese Verzerrungen noch weiter. „Die entstehenden Mehrkosten für den Rohstoff Rübe können bei den aktuellen Marktpreisen für Zucker nicht kompensiert werden“, unterstrich Werksleiter Dr. Mathias Böker.
„Wir verlangen keine Extra-Zahlungen oder Bevorzugung, sondern gleiche Wettbewerbsbedingungen in der EU“, brachte es Eckhard Hinrichs, Vorsitzender des Rübenanbauer- und Aktionärsverband-Nord auf den Punkt.
Zusätzlich zum verstärkten Einsatz aus der Abgeordnetenreihe erklärte Gudrun Pieper, Landtagsabgeordnete aus Walsrode, die mit Jörn Schepelmann, Landtagsabgeordneter für Bergen/Celle, Heiner Schönecke, Buchholz und Uwe Dorendorf, Lüchow-Dannenberg, nach Uelzen kam, dieses Anliegen in ihre Arbeit als Vorsitzende des Landtagsausschusses für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung aufzunehmen und auch zum Thema zu machen beim Ausschussbesuch im kommenden Frühjahr in Brüssel.
Auch die Ausweisung der „roten Gebiete“, im westlichen Landkreis Uelzen und benachbarten Landkreisen, die als nitratbelastet gelten, mit angekündigten drastischen Einschränkungen bei der Düngung sowie angekündigte Verbote von Pflanzenschutzmitteln machen den Rübenanbauern und Vertretern der Nordzucker AG Sorge.
„Zu den „roten Gebieten“ hat die CDU-Landtagsfraktion bei der Landesregierung eine Überprüfung aller Nitrat-Messstellen durchgesetzt. Auch bei weiteren Vorgaben und Auflagen der Landwirtschafts- und Umweltpolitik des Bundes setzt die Landtagsfraktion auf faktenbasiertes Vorgehen“,  so Jörg Hillmer.
Georg Sander, Head of Agricenter und unter anderem zuständig für die Rübenbeschaffung der Zuckerfabrik Uelzen, hob zur Diskussion um neue Düngevorgaben hervor: „Bei Maßnahmen in der Landwirtschaftspolitik darf kein Weg daran vorbeiführen, biologische Grundlagen und Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Gerade das Wachstum einer Pflanze bindet Wasser und Nährstoffe wie Nitrat. Bei unterversorgten, verkümmerten Pflanzen ist genau das, was man erreichen will, nicht mehr möglich.“  
Beim Thema Energie und Klimaschutz ist Nordzucker dabei, Lösungen für eine künftige Energieversorgung der Werke zu finden. Werkleiter Dr. Böker erläuterte das am Standort Uelzen aufgesetzte Programm, mit dem u.a. sämtliche Energieträger auf ihre Verfügbarkeit und Tauglichkeit für die künfti-ge Versorgung der Zuckerfabrik geprüft werden. „Wir wollen schnellstmöglich aus der Kohle aussteigen und unsere Energieversorgung auf erneuerbare Energien umstellen. Dafür brauchen wir einen klaren Plan und verlässliche Rahmenbedingungen seitens der Politik“, so Böker. Nach eigenen Angaben produziert Nordzucker schon heute zu sehr hohen Sozial- und Umweltstandards.