CDU Niedersachsen Joerg Hillmer

JÖRG HILLMER, MdL

Ihr Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Uelzen / Ilmenau



CDU-Veranstaltung zur Rückkehr des Wolfes:

Sicherheit des Menschen als höchstes Ziel

Pressemitteilung - 11.06.2015

Uelzen Landkreis. „Die Rückkehr des Wolfes – was ist jetzt zu tun?“ Als der CDU-Kreisverband Uelzen zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion einlud, war der Saal so voll, dass für zusätzliche Plätze gesorgt werden musste. CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer begrüßte im Gasthaus Meyer in Hanstedt II vor über 100 Gästen Helmut Damman-Tamke. Dieser ist agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Präsident der Landesjägerschaft, die mit dem Wolfsmonitoring, der Dokumentation der Wolfsausbreitung, beauftragt ist. Der Experte informierte umfassend über die neue Situation, über inzwischen entstandene Probleme und er zeigte eine konkrete Zielrichtung zum weiteren Schutz des Wolfes, aber auch des Menschen auf.

Das vielfältige Publikum, darunter Landwirte, Naturschützer, Wolfsberater, Jäger, Nutztierhalter und Privatpersonen, betonte in der Diskussion: Grundsätzlich befürworten sie die Rückkehr des Wildtieres, das zuvor bis zum 19. Jahrhundert in Deutschland heimisch war. Doch mit der Anzahl der Wölfe wächst die Sorge um die Sicherheit für die Menschen. Insbesondere weil vereinzelt Wölfe entgegen ihrer natürlichen Art die Scheu vor dem Menschen verloren und sich nachweislich Ortsrändern und Wohnsiedlungen genähert haben. Hinzu kommt die Gefahr für Weide- und freilaufende Nutztiere. „Seit Jahren schon haben wir mit dem Wolf zu tun. Immer  wieder kommt es zu nachgewiesenen Wolfsrissen. Die Entschädigungen decken selten den tatsächlichen Schaden und sie stehen erst am Ende eines langwierigen bürokratischen Antragsverfahrens“, berichtete Jochen Rehse von der Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Nordostniedersachsen.

In Niedersachsen gibt es mit Schwerpunkt südliche Lüneburger Heide inzwischen fünf Wolfsrudel, zwei Paare und einen Einzelwolf. In einem Wolfsrevier von 200 bis 300 Quadratkilometern gibt es immer nur ein Rudel mit rund acht Tieren. Es besteht aus dem Elternpaar, den kleinen Welpen sowie den einjährigen Jungtieren. Im Alter von 11 bis 22 Monaten verlassen sie das Rudel und begeben sich auf die Suche nach einem eigenen Revier.

„Der Wolf kommt in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft gut zurecht. Er trifft auf unbesetzte Lebensräume und findet reichlich Beute. Unter diesen Bedingungen verdoppelt sich die Wolfspopulation alle zwei Jahre. Hinzu kommt der besondere rechtliche Schutz“, erklärte Damman-Tamke. „Wölfe unterliegen dem Naturschutzrecht. Sie gehören durch eine Vielzahl nationaler und internationaler Übereinkommen sowie strikten Vorgaben der europäischen FHH-Richtlinie zu den am strengsten geschützten Arten.“ Ein Eingriff in den Wolfsbestand wie es verschiedenen europäischen Staaten erlaubt ist, setzt eine stabile Wolfspopulation in Europa von 1000 Tieren und dann eine Absenkung des Artenschutzstatus durch die EU auf Antrag der Bundesregierung voraus.

Aus der Versammlung wurden diese Forderungen an die Politik formuliert:

  • Ein besserer Schutz von Nutztieren, insbesondere zusätzliche Berücksichtigung von Ponys
  • Schaffung eines Wolfsmanagements mit der Möglichkeit die Bestände zu regulieren
  • Kurzfristig eine effektive Möglichkeit, auffällige Wölfe zu entnehmen

Mit dem Ziel, dass der Schutz von Menschen und auch von Nutztieren jederzeit höchste Priorität haben muss und sich die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen den dazu gehörenden Anforderungen stellt, hat die CDU-Landtagsfraktion Entschließungsanträge eingereicht.

„Wichtig ist“, so Jörg Hillmer, „dass der Staat handlungsfähig ist, wenn Gefahr für Menschen besteht. Die Voraussetzungen dafür müssen jetzt geschaffen werden und nicht erst, wenn die Gefahrensituation da ist.“


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