CDU Niedersachsen Joerg Hillmer

JÖRG HILLMER, MdL

Ihr Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Uelzen / Ilmenau



Beratungs- und Förderzentrum vor dem Aus

Pressemitteilung - 14.04.2016


Uelzen/Hannover. Die Förderschule Uelzen, gleichzeitig Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) für die inklusive Beschulung an allen Schulen des Landkreises, plant, steuert und koordiniert den Einsatz der Förderschullehrkräfte an den einzelnen Schulen. Sie ist Ansprechpartner vor Ort für alle entstehenden Belange und - sie wird von der niedersächsischen Landesregierung ganz offensichtlich fallen gelassen. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Uelzener Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer zur Zukunft des Förderzentrums Uelzen hervor.

Hillmer wollte wissen, welche Maßnahmen die Landesregierung zur Absicherung der vorangeschrittenen inklusiven Beschulung im Kreis Uelzen vorsieht und fragte nach der Rechtssicherheit für das vom Landkreis eingerichtete Beratungs- und Förderzentrum. „Das war bereits eine der zentralen Fragen als Kultusministerin Frauke Heiligenstadt im Juni vergangenen Jahres das BFZ besuchte. Sie konnte sich von der gezielten Umsetzung der Inklusion im Kreis Uelzen überzeugen und bestätigte dessen landesweite Vorreiterrolle. Die Antwort aber blieb aus“, fasst Hillmer zusammen. Er hakte nach. „Die Antwort der Landesregierung stellt unmissverständlich klar, dass eine Arbeit, wie sie das eigenständigen Beratungs- und Förderzentrum im Landkreis Uelzen leistet, nicht unterstützt wird.“
Der Wortlaut der Landesregierung: „Zur Sicherstellung der Beratung und Unterstützung der Schulen, der Schulträger und der Erziehungsberechtigten sowie zur bedarfsgerechten Zuweisung von sonderpädagogischen Ressourcen für die allgemein inklusiven Schulen sollen „Regionalstellen für schulische Inklusion“ einrichtet werden. Die Regionalstellen sollen organisatorisch der Niedersächsischen Landesschulbehörde angegliedert werden.“

„So bürokratisch wie die Antwort der Landesregierung, wäre auch das Modell, das dahintersteckt“, sagt Hillmer. „Alle schulischen Belange der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf würden dann fernab vom Geschehen aus dem Behördenapparat heraus dirigiert.“
Hillmer: „Mit Einführung der Inklusion vor zwei Jahren und dem von der rot-grünen Landesregierung gesetzlich bestimmten Auslaufen der Förderschule Lernen ab Klasse fünf hat der Landkreis seine Förderschullandschaft vollständig umstrukturiert und ein langfristig beständiges Handlungskonzept geschaffen. Alle vier Förderschulen wurden aufgelöst  und zu dem Förderschulzentrum mit Standort in Uelzen zusammengefasst. Hier werden jedoch keine Schüler unterrichtet. Sie werden überwiegend an allgemein bildenden Schulen inklusiv beschult. Darüber hinaus sind an zwei Oberschulen separate Förderschulklassen bis zum Ende des Schuljahres 2017/2018 eingerichtet. Danach werden alle betreffenden Kinder inklusiv beschult. Wenn gleichzeitig das für sie zuständige  Förder- und Beratungszentrum aufgelöst wird, gibt es für alle Beteiligten keinen Ansprechpartner und Koordinator vor Ort mehr.

„Das darf nicht passieren. Hillmer betont: „Die Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Schulen brauchen ein eigenständiges Beratungs-und Förderzentrum vor Ort. Mit Auslaufen der letzten Förderschulklassen will die Landesregierung das eigenständige Beratungs-und Förderzentrum im Landkreis auflösen.“


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