CDU Niedersachsen Joerg Hillmer

JÖRG HILLMER, MdL

Ihr Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Uelzen / Ilmenau



Unterrichtsversorgung an Berufsbildenden Schulen weiter schlecht

Hillmer kritisiert Versagen von Rot-Grün im Bildungsbereich

Pressemitteilung - 04.05.2017


Uelzen/Hannover.  Der CDU-Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer kritisiert, dass „Kultusministerin Heiligenstadt (SPD) den erheblichen Unterrichtsausfall an den berufsbildenden Schulen (BBS) in Niedersachsen nicht in den Griff bekommt.“ Wie das Kultusministerium auf eine Anfrag des Uelzener Abgeordneten nun schriftlich einräumen musste, ist die Unterrichtsversorgung auf einem neuen Tiefstand. Zum einzigen von der Landesregierung pro Schuljahr erhobenen Stichtag am jeweils 15. November lag die Unterrichtsversorgung im Vorjahr bei lediglich 88,6 Prozent. Im jetzigen Schuljahr ist sie noch auf 88,1 Prozent gesunken.

„Das Versagen der rot-grünen Landesregierung im Bildungsbereich ist bei den berufsbildenden Schulen auf den ersten Blick sichtbar. Bei fast der Hälfte der Schulen hat sich die Unterrichtsversorgung innerhalb eines Jahres noch einmal verschlechtert“, beschreibt Hillmer die vielerorts dramatische Situation.

Betroffen vom Lehrermangel sind auch die berufsbildenden Schulen I und II in Uelzen. Wie aus der Antwort der Landesregierung auf die Anfrage von Hillmer hervorgeht, liegt die Unterrichtsversorgung unter dem Landesdurchschnitt. „An der BBS I liegt sie bei 88 Prozent. Eklatant niedrig ist sie mit 86,8 Prozent an der BBS II/Georgsanstalt. Im laufenden Schuljahr sind hier vier Lehrkräfte ausgeschieden, neu eingestellt wurde jedoch nur eine Lehrkraft.“ Hillmer betont: „Es ist verantwortungslos, dass Kultusministerin Heiligenstadt sich nicht stärker für die berufsbildenden Schulen einsetzt.“

Aus der Antwort des Kultusministeriums für 131 niedersächsische BBS ergebe sich, dass im Schuljahr 2016/17 insgesamt 70 Schulen noch niedrigere Werte aufwiesen als ein Jahr zuvor. Insgesamt 29 Schulen müssten sogar mit einer Unterrichtsversorgung von unter 85 Prozent zurechtkommen, wie Hillmer berichtet.

„Da ist Unterrichtsausfall an der Tagesordnung. Kein Wunder, dass sich inzwischen auch die Kammern einschalten und vielerorts lautstark Besserung anmahnen“, sagt der Landtagsabgeordnete. „Der aktuelle Zustand ist leider keine gute Werbung für das Modell der dualen Ausbildung. Dabei sind unsere Unternehmen dringend auf der Suche nach Fachkräftenachwuchs. Die Landesregierung schadet unserer Wirtschaft mit ihrer Unfähigkeit, für eine ausreichende Lehrerversorgung zu sorgen.“

Er bezeichnet es als „erschreckend“ zu sehen, „wie deutlich sich in Niedersachsen die Unterrichtsversorgung seit Regierungsübernahme durch SPD und verschlechtert hat: An allgemein bildenden Schulen von 102 Prozent (2012) auf 98,9 Prozent (2016), an berufsbildenden Schulen von 91,9 Prozent (2012) auf nun 88,1 Prozent.“

„Anstatt endlich ein tragfähiges Konzept gegen den Lehrermangel zur Verfügung zu stellen oder die BBS wieder stärker in die Budgetverantwortung einzubeziehen, rechtfertige die Ministerin den Lehrermangel vor allem mit der Flüchtlingssituation. Die Kultusministerin sollte endlich ihre Arbeit vernünftig machen, anstatt die Schuld bei anderen zu suchen“, fordert Hillmer.


◀ Zurück